Wissenschaft

neuroDie Feldenkrais Methode wird in der wissenschaftlichen Welt zunehmend beachtet und ist aufgrund ihrer Berücksichtigung der Neuroplastizität aktueller denn je.

Was Feldenkrais schon 1948 schrieb wurde mittlerweile durch Wissenschaftler diverser Richtungen bestätigt. Norman Doidge bezeichnet ihn in seinem Bestseller  “Wie das Gehirn heilt” (2015) als einer der ersten Neuroplastiker und widmet ihm rund 100 Seiten seines hoch aktuellen Buchs.

Mich interessieren nicht bewegliche Körper, sondern bewegliche Gehirne Moshé Feldenkrais

Dr. Esther Thelen, weltweit vermutlich die bekannteste Spezialistin der motorischen Entwicklung der Kinder, versetzte die Wissenschaft in eine helle Aufregung , als sie in den 80er Jahren das belegen konnte, was Feldenkrais schon 1948 behauptete, nämlich dass jedes Kind das Gehen mit Versuchen und Fehlern lernt, in einer Art, die ihm eigen ist, und nicht durch ein für alle menschlichen Wesen identisches Programm. Dr. Esther Thelen war so angetan von Feldenkrais Weitblick, dass sie selber die Feldenkrais Ausbildung machte.

Vor einem paar Jahre schrieb Prof. Dr. Gerald Hüther, Neurobiologe und langjähriger Leiter der Abteilung für Neurobiologische Grundlagenforschung an der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen, Deutschland:

“Wie die neueren Ergebnisse der Hirnforschung zeigen, werden Erfahrungen immer gleichzeitig auf der kognitiven, auf der emotionalen und auf der körperlichen Ebene in Form entsprechender Denk-, Gefühls-, und körperlicher Reaktionsmuster verankert und aneinander gekoppelt. (Embodiment).
Aus diesem Grund sind alle späteren Versuche, die Stressbewältigungsfähigkeit von Menschen durch kognitive Fortbildungsprogramme zu verbessern, zwangsläufig zum Scheitern verurteilt, wenn dabei nicht auch gleichzeitig die emotionalen und die körperlichen Ebenen miteinbezogen werden.
Ein Verfahren, das sich hierfür ausserordentlich eignet und das sich bereits seit Jahrzehnten im praktischen Einsatz bewährt hat, ist die Feldenkrais Methode®.”